Heizung steuern

Heizkörper-Zubehör: Bedienung und Befestigung

Das richtige Heizkörper-Zubehör sorgt für einen sparsamen und komfortablen Heizbetrieb neuer sowie alter Heizflächen. Neben modernen Thermostaten und praktischen Rücklaufverschraubungen gibt es dabei auch Systeme zur sicheren Heizkörperbefestigung. Für den Betrieb von Badheizkörpern sind außerdem elektrische Heizpatronen erhältlich. Wir geben einen Überblick über das wichtigste Heizkörper-Zubehör.

Thermostate begrenzen die Heizleistung der Heizkörper

Wer Heizflächen im Haus installiert, benötigt das entsprechende Heizkörper-Zubehör. Wichtig sind dabei Heizkörperthermostate , die aus einem Ventil und einem Bedienteil bestehen. Sie sitzen direkt am Heizkörper und regulieren mit dem Heizwasserdurchfluss die Wärmeabgabe der Heizflächen. Haben Verbraucher die Wunschtemperatur im Raum am Thermostatkopf eingestellt, sperrt das Bauteil den Heizkörper automatisch ab, wenn diese überschritten ist. Es fließt weniger Heizungswasser hindurch und die Heizflächen geben weniger Wärme ab. Wer seine Heizung steuern möchte, kann auch auf elektrische Thermostate setzen. Diese lassen sich zeitabhängig programmieren und mit mobilen Anwendungen oft sogar aus der Ferne bedienen. Während das besonders einfach funktioniert, sorgen die Heizflächen automatisch für warme Räume. So ist das eigene Bad morgens bereits wohlig warm, während die Heizkörper bis zum Abend automatisch im Sparbetrieb laufen. Das ermöglicht einen steigenden Komfort bei gleichzeitig sinkenden Heizkosten.

Praktische Rücklaufverschraubung als Heizkörper-Zubehör

Wichtiges Heizkörper-Zubehör ist auch die Rücklauf verschraubung. Das kleine Bauteil sitzt im Rücklauf zwischen dem Heizkörper und dem Rohrnetz. Es lässt sich bei Bedarf absperren und ermöglicht damit die einfache Demontage der Heizflächen. Nötig ist diese zum Beispiel bei Wartungs- oder Malerarbeiten. Ohne das nützliche Heizkörper-Zubehör müssten Handwerker erst das Heizungswasser der Anlage ablassen, bevor sie einzelne Heizkörper abnehmen können.

Moderne Rücklaufverschraubungen sind sogar voreinstellbar. Dabei können Handwerker den Heizwasserdurchfluss drosseln, um die Heizungsanlage hydraulisch abzugleichen . Da die Einregulierung über die Rücklaufventile allerdings sehr ungenau funktioniert, empfehlen Experten diese Maßnahme nur in Ausnahmefällen. So zum Beispiel dann, wenn der nötige Druckverlust zu groß ist, um diesen allein über das Ventil im Vorlauf einzustellen.

Sichere und flexible Montage mit Heizkörperbefestigungen

Geht es um das Heizkörper-Zubehör, kommt es auch auf eine passende Heizkörperbefestigung an. Wichtig ist, dass diese sowohl zum gewählten Heizkörper als auch zu den Gegebenheiten vor Ort passt. So legt die VDI 6036 zum Beispiel vier Anwendungsklassen für die Stabilität der Befestigungssysteme fest. Diese reichen vom normalen Wohnungsbau bis hin zur Installation von Heizkörpern in Justizvollzugsanstalten oder psychiatrischen Einrichtungen. Ist die Wand selbst nicht stabil genug, um die Heizflächen sicher zu halten, gibt es neben klassischen Wand- auch Standkonsolen. Diese lassen sich auf dem Fußboden verschrauben und kommen zum Beispiel dann zum Einsatz, wenn Verbraucher eine Heizkörpernische dämmen.

Heizpatronen: Heizkörper-Zubehör für die Übergangszeit

Nützlich für den Einsatz in Badheizkörpern sind auch elektrische Heizpatronen. Dieses lassen sich einfach in passende Heizflächen einstecken und mit dem Stromnetz verbinden. Sie funktionieren wie ein Tauchsieder und erhitzen das Heizungswasser im Heizkörper. Günstig ist das vor allem in der Übergangs- und Sommerzeit. Denn hier ist die Raumheizung eigentlich nicht nötig und der Kessel kann lange ausgeschaltet bleiben. Das Heizkörper-Zubehör sorgt dann unabhängig von der Zentralheizung für warme Heizflächen, sodass Verbraucher zum Beispiel ihre Handtücher trocknen können.

Bildquelle

Heizkörper-Zubehör:

© [Patrick Daxenbichler] / stock.adobe.com