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Klimaschutz

Richtig lüften: Energie sparen und Komfort steigern

Beim Duschen, bei der Hausarbeit und sogar beim Schlafen: In vielen alltäglichen Situationen gelangen Feuchtigkeit und Schadstoffe in die Raumluft. Um die belastete Luft gegen frische austauschen zu können, müssen Mieter und Hausbesitzer richtig lüften. Nur so sorgen sie für eine hohe Lufthygiene, einen effektiven Schimmelschutz und geringere Wärmeverluste. Worauf es dabei ankommt und wie sich verschiedene Räume effektiv lüften lassen, erklären die folgenden Abschnitte.

Gründe für ein optimales Lüftungsverhalten

Menschen, Tiere, Pflanzen sowie Möbel und Baustoffe geben ständig Gerüche, Schadstoffe und Feuchtigkeit ab. Ohne richtiges Lüften steigt der Feuchtegehalt der Raumluft an. Wasser kann an kühlen Wand- oder Fensterflächen kondensieren und das Schimmelrisiko nimmt zu. Eine hohe Schadstoff- und Geruchsbelastung stört außerdem das Wohlbefinden. Sie kann Konzentrationsstörungen hervorrufen und sogar krank machen. Wer richtig lüftet, tauscht die verbrauchte Luft regelmäßig aus. Die Schadstoffe lassen sich beseitigen und viel Sauerstoff gelangt nach drinnen. Zusammenfassend sorgt ein optimales Lüftungsverhalten für:

• Schutz vor Schimmel in Haus oder Wohnung

• geringe Schadstoffbelastung der Raumluft

• hohes Wohlbefinden in Innenräumen

Durch ein optimales Lüftungsverhalten bleibt viel Wärme im Haus. Mieter und Hausbesitzer sorgen damit also nicht nur für frische Luft, sondern auch für niedrige Heizkosten.

Richtig lüften: Darauf kommt es an

Wer die Raumluft effektiv und energiesparend austauschen möchte, sollte regelmäßig stoßlüften. Dabei sind alle Fenster und Innentüren drei- bis viermal täglich komplett zu öffnen. Wichtig ist es außerdem, die Heizkörper dabei abzudrehen. Andernfalls verschwindet wertvolle Wärme nach draußen und die Heizkosten steigen. Wenn Verbraucher mit intelligenten Thermostaten ihre Heizung steuern, schalten sich diese beim Öffnen der Fenster oft sogar von allein ab.

Die optimale Dauer des Lüftens hängt von der Temperatur und der Feuchtigkeit der Außenluft ab. Von November bis Februar sind alle Fenster drei- bis viermal täglich für fünf bis zehn Minuten komplett zu öffnen. In der Übergangszeit von März bis April und von Oktober bis November dauert das richtige Lüften zehn bis 15 Minuten. Von Mai bis September sollten Mieter und Hausbesitzer jeweils 20 bis 30 Minuten stoßlüften.

Dauerhaft gekippte Fenster sind in der Heizperiode hingegen tabu. Denn durch den schmalen Spalt strömt zu wenig Luft. Außerdem kühlen die Wände dabei allmählich aus, wodurch Feuchtigkeit kondensieren und Schimmel entstehen kann.

Verschiedene Räume im Haus richtig lüften

Das optimale Lüftungsverhalten muss auch zum Raum passen. So gelten für Küchen und Bäder andere Anforderungen als für Schlafzimmer oder Keller. Die folgende Übersicht zeigt, worauf es in den verschiedenen Bereichen ankommt.

• Wohn- und Arbeitszimmer: drei- bis viermal täglich stoßlüften; höhere Lüftungsintensität bei oder nach einer Feier

• Schlafzimmer: morgens und abends ausgiebig stoßlüften; im Winter die Fenster nachts geschlossen halten; Türen zu wärmeren Nachbarräumen schließen

• Bad und Küche: bei und nach der Nutzung richtig lüften; Türen zu anderen Räumen während der Nutzung schließen

• Keller: im Sommer nur morgens und nachts die Fenster öffnen, da es bei feuchtwarmer Sommerluft auf kalten Kellerwänden zur Kondensation kommen kann; im Winter regelmäßig die Fenster öffnen, um ein zu starkes Auskühlen der Böden zum Erdgeschoss zu verhindern

Übrigens: Die relative Luftfeuchtigkeit in einem Raum sollte zwischen 35 und 65 Prozent liegen. Bei höheren Werten können Mieter und Hausbesitzer die Fenster öffnen und richtig lüften. Prüfen lässt sich die Luftfeuchtigkeit dabei ganz einfach mit einem Hygrometer (Luftfeuchtemesser).

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Richtig lüften:

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