Heizung steuern

Heizungspumpe

Heizungspumpe: Funktion, Austausch, Förderung

Die Heizungspumpe (auch Umwälzpumpe) sorgt dafür, dass die vom Kessel erzeugte Wärme jedes Zimmer im Haus erreicht. Möglich ist das, in dem sie das Heizungswasser durch das Leitungsnetz befördert. Während alte Pumpen häufig ohne Pause laufen und dabei viel Energie verbrauchen, arbeiten moderne Heizungspumpen bedarfsgerecht und sparsam. Wir erklären, wie die Geräte funktionieren, wann sich ein Austausch lohnt und wie Verbraucher dabei von hohen Fördermitteln profitieren.

Die Heizungspumpe befördert Heizwasser durch das Haus

Eine moderne Heizungsanlage besteht aus einem Kessel, der über Rohrleitungen mit Heizflächen im ganzen Haus verbunden ist. In den Leitungen befindet sich Heizungswasser, das der Wärmeerzeuger auf die gewünschte Vorlauftemperatur bringt. Die Heizungspumpe erhöht den Druck des Mediums und sorgt dafür, dass es durch das Rohrnetz zu jeder Heizfläche strömt. Hier angekommen gibt das Heizungswasser Energie an die Räume ab, bevor es mit niedrigeren Temperaturen als Rücklauf zum Kessel zurückfließt. Ist die Umwälzpumpe aus, verteilt sich die Wärme kaum und die Heizflächen bleiben kalt.

Anders ist das übrigens in einer Schwerkraftheizung . Denn diese ist so konstruiert, dass die Temperaturunterschiede zwischen Vor- und Rücklauf ausreichen, um den Heizkreislauf in Gang zu setzen. Eine Heizungspumpe ist dabei nicht erforderlich.

Alte Pumpen verbrauchen mehr Strom als nötig

Eine Heizungs- oder Umwälzpumpe besteht im Wesentlichen aus einem Elektromotor, der ein Flügelrad antreibt. Während alte Geräte immer mit der gleichen Leistung arbeiten, lassen sich neue über die Heizung steuern.

So passen sie ihre Drehzahl automatisch an den aktuellen Wärmebedarf im Haus an. Sie sind außerdem mit einem effizienteren Motor ausgestattet und verbrauchen weniger Strom. Ein Beispiel zeigt, was alte Heizungspumpen von modernen Hocheffizienzpumpen unterscheidet.

Beispiel: In einer Heizperiode kommen für eine Pumpe meist mehr als 4.000 Betriebsstunden zusammen. Alte ein- oder mehrstufige Geräte verbrauchen dabei etwa 100 Watt. Bei einer Laufzeit von 4.000 Stunden entstehen dabei Kosten von rund 115 Euro im Jahr. Moderne elektronisch geregelte Heizungspumpen passen ihre Leistung an den Bedarf im Haus an und benötigen im Durchschnitt etwa 20 Watt. Der Stromverbrauch sinkt dabei auf unter 25 Euro im Jahr.

Das Beispiel zeigt: Der Austausch alter Umwälzpumpen lohnt sich. Mit Einsparungen von etwa 90 Euro im Jahr rechnet sich die Maßnahme meist nach nur drei bis vier Jahren.

Die Art der eigenen Heizungspumpe ist einfach zu erkennen

Welche Pumpenart im eigenen Haus verbaut ist, lässt sich am Typenschild erkennen. Die folgende Übersicht zeigt die entscheidenden Merkmale:

• einstufige ungeregelte Pumpe: Auf dem Typenschild ist nur eine Leistung aufgedruckt.

• mehrstufig ungeregelte Pumpen: Auf dem Pumpengehäuse sind drei Stufen und Leistungsangaben zu finden.

• elektronisch geregelte Pumpen: Die Leistung der Heizungspumpe ist in einer Spanne als „von-bis-Wert“ aufgedruckt.

Ist eine alte Umwälzpumpe verbaut, können Fachhandwerker diese einfach austauschen. Dazu sperren sie die Kugelhähne vor und hinter dem Gerät ab, bevor sie die Verschraubung mit dem Rohrnetz lösen. Ist das erledigt, lässt sich die alte Pumpe einfach durch eine neue ersetzen.

BAFA vergibt hohe Fördermittel für neue Hocheffizienzpumpen

Wer seine Heizungspumpe durch einen Fachhandwerker austauschen lässt, bekommt dafür hohe Fördermittel vom Staat. So gibt es Zuschüsse in Höhe von 30 Prozent der anfallenden Kosten über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Wichtig ist allerdings, dass Hausbesitzer die Mittel vor dem Pumpentausch online beim BAFA beantragen.

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Heizungspumpe:

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