Heizung steuern

Heiztechnik

Heizungstechnik: Aufbau, Arten und Regelung

Die Heizungstechnik beschreibt sämtliche Anlagen, die zur Wärmeversorgung von Gebäuden erforderlich sind. Neben den Wärmeerzeugern geht es dabei also auch um die Versorgung mit Brennstoffen und die Verteilung der Wärme im Haus. Ein weiterer Faktor, der immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist die Heizungssteuerung. Denn diese entscheidet oftmals darüber, wie effizient und komfortabel die Heiztechnik funktioniert.

Aufgabe und Arten der Heizungstechnik in Deutschland

Die Aufgabe der Heiztechnik ist es, alle Räume in einem Haus auf wohlige Temperaturen zu bringen. Damit das funktioniert, müssen Wärmeerzeuger die dazu nötige Heizwärme möglichst energiesparend und umweltfreundlich bereitstellen. Geht es um den Aufbau der Heiztechnik, unterscheiden Experten Etagen-, Zentral- und Fernwärmeheizungen. Während Einzel- oder Etagenheizungen nur einzelne Räume und Wohnungen eines Hauses mit Wärme versorgen, beheizen Zentralheizungen das gesamte Gebäude mit einer Anlage. Fernwärmeheizungen sind noch eine Nummer größer: Sie erzeugen so viel Wärme, dass sie damit ganze Siedlungen, Quartiere oder sogar Städte versorgen können.

In Deutschland beziehen heute etwa 78 Prozent aller Gebäude ihre Heizwärme aus einer Zentralheizung. Fünf Prozent der Häuser sind an ein Fernwärmenetz angeschlossen und die Übrigen setzen auf Etagen- und Einzelheizungen.

Wärmeerzeuger für verschiedenste Energieträger

Unabhängig vom Aufbau der Heizungstechnik kommen heute verschiedenste Arten von Wärmeerzeugern zum Einsatz. So gibt es neben Öl- und Gasheizungen unter anderem auch Holz-, Strom- und Wärmepumpenheizungen. Ölheizungen und Gasheizungen sind dabei die bekanntesten Vertreter. Sie verbrennen Erdgas, Flüssiggas oder Heizöl und versorgen somit mehr als 75 Prozent aller Wohngebäude in Deutschland mit Wärme.

Besonders effizient funktioniert das mit Brennwerttechnik . Denn diese entzieht auch den Abgasen wertvolle Heizwärme, um den Brennstoffverbrauch zu senken und die Umwelt zu schonen.

In rund 3 Prozent aller Wohngebäude sorgt eine Holzheizung für wohlig warme Räume. Zum Einsatz kommen dabei effiziente Scheitholz- und komfortable Pelletheizungen. Letztere verbrennen gepresste Holzreste, die sie vollautomatisch von einem Lager zur Heizung transportieren. Die Heizungstechnik gilt als besonders nachhaltig und umweltfreundlich. Sie ist allerdings auch mit einem hohen manuellen Aufwand (Scheitholzheizung) oder einem großen Platzbedarf ( Pelletheizung ) verbunden.

In etwas weniger als 3 Prozent der bestehenden Gebäude läuft heute eine elektrische Wärmepumpe . Die Technik macht kostenfreie Umweltwärme zum Heizen nutzbar und zapft dazu die Luft, das Erdreich oder das Wasser an. Durch die hohe Effizienz erfreut sich die innovative Heiztechnik vor allem im Neubaubereich einer immer größeren Beliebtheit.

Die übrigen Gebäude setzen auf Elektroheizungen, Fernwärmesysteme und sonstige Arten der Heiztechnik.

Verteilung und Übertragung der Heizwärme im Haus

Ein weiterer Bestandteil der Heizungstechnik ist die Wärmeverteilung. Dabei geht es darum, dass vom Kessel erwärmte Heizungswasser durch ein System aus Rohrleitungen und Armaturen zu jeder Heizfläche im Haus zu transportieren. Dort gibt das Wasser die mitgeführte Energie an die Räume ab, bevor es mit geringerer Temperatur zum Wärmeerzeuger zurückströmt. Während viele Hausbesitzer bis zum Ende der 90er Jahre noch auf sogenannte Schwerkraftheizungen setzten, kommt heute hauptsächlich die Pumpen-Warmwasser-Heiztechnik zum Einsatz. Dabei fördert eine Heizungspumpe das erwärmte Heizungswasser durch die Heizkreise im Haus.

Geht es um die Übertragung der Wärme an die einzelnen Räume, kommen heute überwiegend Heizkörper und Flächenheizsysteme zum Einsatz. Die kompakten Heizkörper sitzen dabei meist unter den Fenstern der Außenwände. Sie haben vergleichsweise kleine Heizflächen und benötigen dadurch eine höhere Vorlauftemperatur . Anders ist das bei Wand-, Fußboden- und Deckenheizungen. Denn die Flächenheizsysteme übertragen Wärme besonders großflächig an den Raum.

Sie arbeiten versteckt und sorgen dafür, dass die Heizungstechnik mit niedrigen Vorlauftemperaturen auskommt. Das begünstigt wiederum die Effizienz von Brennwert-, Holz- und Wärmepumpenheizungen.

Regelung der Heizungstechnik mit intelligenten Lösungen

Für einen effizienten Betrieb der Heiztechnik sorgt eine smarte Heizungssteuerung . Denn diese passt die Wärmeabgabe der Anlagen mit einer witterungsgeführten oder einer außentemperaturgeführten Regelung automatisch an den aktuellen Wärmebedarf an. Mieter, die keinen Zugriff auf die Heizungstechnik haben, können auch mit Thermostaten die Heizung steuern. Die kleinen Geräte sitzen direkt an den Heizflächen und regulieren deren Wärmeabgabe bedarfsgerecht. Das sorgt für einen hohen Komfort und sinkende Heizkosten.

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