Heizung steuern

Router

Der Router: Internet, Firewall und Smart Home Zentrale

Ein Router verbindet Verbraucher mit dem Internet. Er ermöglicht die Verknüpfung mehrerer Geräte zu einem Netzwerk und fungiert darüber hinaus sogar als Smart-Home-Zentrale. Die Vernetzung erfolgt dabei über spezielle LAN-Kabel oder ganz einfach über ein kabelloses Funknetzwerk. Wir erklären, wie ein Router aufgebaut ist, wie er funktioniert und welche Rolle die Geräte in einem intelligenten Zuhause spielen.

Funktions- und Arbeitsweise moderner Router

Router verteilen Informationen in Form von kleinen Datenpaketen zielgerichtet in einem Netzwerk. So leiten sie zum Beispiel den Befehl zum Drucken eines Bildes von einem Laptop zum Drucker und einen Statusbericht vom Drucker zurück zum Laptop. Sie vergeben spezifische Adressen (sogenannte IP-Adressen) in Netzwerken und sorgen dafür, dass keine Informationen verloren gehen. Neben der Kommunikation im eigenen Zuhause ermöglichen Router auch die Kommunikation über das Internet. Hier leiten sie zum Beispiel Suchanfragen zu einer Suchmaschine, bevor sie die Antwort an den Heimcomputer zurückschicken. Grundsätzlich arbeiten die Geräte dabei auf der dritten Schicht des sogenannten OSI-Modells (Open Systems Interconnection Model). Dabei handelt es sich um das Referenzmodell für Netzwerkprotokolle, das aus sieben Schichten mit unterschiedlichen Funktionalitäten besteht. Während es bei der ersten Schicht zum Beispiel um die Bitübertragung via Netzwerkkabel geht, sorgt die dritte Schicht für die Weitervermittlung von Datenpaketen bei paketorientierten Diensten.

Vielfältige Einsatzbereiche der kleinen Boxen

Geht es um den Einsatz im eigenen Zuhause, sind Router als DSL-Router häufig mit einem Modem verbunden.

Diese Geräte ermöglichen die Einwahl in das Internet und verbinden Heimnetzwerke mit dem öffentlichen Telekommunikationsnetz. Moderne Router sind außerdem mit zahlreichen weiteren Funktionalitäten ausgestattet. So zum Beispiel mit einem Datenspeicher (der Cloud) auf den Verbraucher mit allen Geräten im Haushalt zugreifen können. Darüber hinaus gibt es oft auch einen sogenannten VoIP-Gateway (Voice over IP Gateway), der es ermöglicht, über die Datenverbindung zu telefonieren. Wichtig für die Sicherheit ist außerdem eine sogenannte Firewall, die das Netzwerk vor unbefugten Zugriffen schützt.

Neben den kleinen Heim-Routern gibt es die Kommunikationsknotenpunkte auch in einem deutlich größeren Stil. So zum Beispiel für firmeninterne Netzwerke oder das Internet selbst.

Zum Einsatz kommen Hochgeschwindigkeitsrouter dabei unter anderem im größten deutschen Internet-Knotenpunkt in Frankfurt am Main. Über diesen läuft fast der gesamte deutsche Internet-Datenverkehr.

Der Router in einem intelligenten Zuhause

Möchten Verbraucher ihre Heizung steuern oder ihr Haus mit intelligenten Funktionen ausstatten, ist ein Smart-Home-System erforderlich. Ganz gleich, ob dieses auf Standards wie KNX , Z-Wave oder ZigBee setzt: Soll die Steuerung über Smartphones, Tablets oder PCs aus der Ferne möglich sein, sind DSL-Router erforderlich. Denn diese verbinden das Heimnetz mit dem Internet.

Mit einem WLAN-Router lassen sich einfache Smart-Home-Lösungen auch direkt über das kabellose Netzwerk aufbauen. Dieses ist ohnehin in den meisten Wohnungen und Häusern vorhanden und für den Transport großer Datenmengen ausgelegt. Nachteilig ist dabei jedoch der aktuell hohe Energieverbrauch. Auch die geringe und störanfällige Reichweite der Netze spricht eher gegen ein Smart-Home-System über das kabellose Netzwerk.