Heizung steuern

Stellmotor der Heizung: Funktion und Einsatzbereiche

Stellmotoren sind elektrische Antriebe, die Ventile, Klappen sowie Schieber öffnen oder schließen können. Sie sind die sogenannten Aktoren einer Heizungsregelung und regulieren mit dem Heizwasserdurchsatz die Wärmeabgabe der Anlage. Wir informieren über die Funktionsweise, die Montage und typische Einsatzbereiche der Stellmotoren.

Die Funktion der Stellmotoren einfach erklärt

Über Ventile und 3-Wege-Mischer lässt sich eine Heizung steuern. Denn die Bauteile regulieren den Heizwasserdurchfluss und damit auch den Transport der Wärme im System. Soll zum Beispiel eine Fußbodenheizfläche viel Wärme an den Raum abgeben, muss das zugehörige Ventil am Verteiler voll geöffnet sein. Sind die Raumtemperaturen hoch genug, sodass keine zusätzliche Wärme nötig ist, kann das Ventil wieder verschlossen werden. Stellmotoren kümmern sich um die entsprechende Einstellung. Sie werden auch als Mischermotor oder Stellabtrieb bezeichnet und kommen meist als 24 oder 240 Volt-Ausführung zum Einsatz. Die Aktoren arbeiten mit Rechts- sowie Linkslauf und sitzen direkt auf einem Ventil, einem Mischer oder einem Schieber. Ihre Befehle erhalten sie von einer übergeordneten Heizungsregelung.

Verschiedene Arten der Stellantriebe

Damit die Motoren lange zuverlässig arbeiten, müssen sie optimal zum jeweiligen System passen. Über die entsprechende Eignung für verschiedene Druckwerte, Temperaturbereiche oder Medien informieren Hersteller in der Regel in den Produktunterlagen. Geht es um die Funktion der Stellmotoren, lassen sich grundsätzlich zwei Arten unterscheiden, die Steuer- und die Regelantriebe.

Ein Steuerantrieb geht bei einem elektrischen Signal in Betrieb und fährt immer bis zum Endpunkt. Er kann Ventile komplett öffnen oder verschließen und nimmt keine Zwischenstellung ein. Experten sprechen bei dieser Funktionsweise auch vom sogenannten Steuerbetrieb.

Anders ist das beim Regelantrieb. Denn dieser fährt entweder genau definierte oder individuelle Stellungen an. Während der sogenannte Positionierbetrieb (vordefinierte Stellungen der Stellmotoren) einfacher ist, reagieren Motoren im Regelbetrieb individuell auf kleinste Veränderungen im System. Vergleichbar ist das zum Beispiel mit der Funktion einfacher Heizkörperthermostate .

Neben der Betriebsart lassen sich die Motoren auch nach der Art ihrer Bewegung unterscheiden. Zu nennen sind dabei:

• Drehantriebe für den Einsatz bei Schiebern

• Schwenkantriebe für Hähne oder Mischer

• Schubantriebe für den Einsatz bei Ventilen

Typische Einsatzbereiche der Stellmotoren

Stellmotoren verändern die Lage bestimmter Komponenten in Systemen. Das kann zum Beispiel der Stift in einem Ventil, die Klappe einer Lüftungsanlage oder das Licht an einem Auto sein. Geht es um eine Heizungsanlage, kommen die Motoren häufig in Verbindung mit Mischern zum Einsatz. Auch an den Ventilen der Heizkreisverteiler oder in intelligenten Thermostaten sind die kleinen Motoren verbaut.

Bei einer Lüftungsanlage können die Elemente hingegen Klappen so verändern, dass Luftvolumenströme variabel umgelenkt oder gedrosselt werden. Nötig ist das aber vor allem bei größeren Anlagen. Ein weiterer Einsatzbereich der Stellmotoren sind Fenster in Smart Homes. Denn diese lassen sich mit den kleinen Motoren genauso einfach automatisch öffnen wie Garagen- oder Gartentore.