Heizung steuern

Zirkulationssteuerung: Funktionsweise und Vorteile

Die Zirkulationssteuerung sorgt dafür, dass die Trinkwasserzirkulation im Haus bedarfsgerecht und energieeffizient funktioniert. Sie gewährleistet die geforderte Wasserhygiene, sorgt für einen hohen Komfort und spart zudem auch Energiekosten ein. Wir erklären, wie die Zirkulationssteuerung funktioniert, wann sie zum Einsatz kommt und welche Vorteile sie mit sich bringt.

Trinkwasserzirkulation für Hygiene und Komfort

Bei der Trinkwasserzirkulation handelt es sich um eine Ringleitung, die die letzten Entnahmestellen einer Trinkwasserinstallation mit dem Wärmespeicher verbindet. Eine Pumpe lässt das warme Wasser in der Anlage zirkulieren und verhindert somit, dass dieses für längere Zeit steht. Denn dabei könnte es sich abkühlen, und gesundheitsgefährdende Keime wie Legionellen würden sich vermehren. Erforderlich ist eine Zirkulationsleitung immer dann, wenn:

• das längste Teilstück der Warmwasserverteilung mehr als 3 Liter fasst

• der oder die Warmwasserspeicher zusammen ein Volumen von mehr als 400 Litern haben

Während Ein- und Zweifamilienhäuser durch die regelmäßige Nutzung von der Pflicht befreit sind, kann sich die Zirkulation auch in diesen lohnen. Denn durch den Zwangsumlauf steht das warme Trinkwasser immer schnell zur Verfügung. Das sorgt für einen hohen Komfort.

Ein Nachteil der Zirkulationsanlagen ist hingegen der hohe Energieverbrauch über Verteilleitungen und Pumpen. Vor allem letztere laufen in vielen Altanlagen auch dann, wenn es eigentlich nicht nötig ist. Eine moderne Zirkulationssteuerung soll dabei für Abhilfe sorgen.

Die Funktionsweise der Zirkulationssteuerung

Die Zirkulationssteuerung überwacht die Temperaturen in der Warmwasserverteilung und startet die Pumpe bedarfsgerecht. Während Verbraucher dazu bei vielen Geräten einfache Zeitprogramme einstellen können, arbeiten andere automatisch. Sie messen die Temperaturen in Warmwasser- sowie Zirkulationsleitung und lernen die Gewohnheiten der Nutzer kennen. Daraufhin schalten sie die Zirkulationspumpen nur ein, wenn Hausbesitzer tatsächlich Warmwasser zapfen möchten. Übersteigt die Temperatur im Rücklauf zum Wärmespeicher (Zirkulationsleitung) einen vorher eingestellten Wert, schaltet sich die Pumpe ab. Zum Schutz vor Legionellen und anderen Keimen im Trinkwasser, sorgt die Zirkulationssteuerung automatisch für einen Zwangsumlauf, wenn längere Zeit kein Bedarf bestand.

Einsatz der Steuerung der Trinkwasserzirkulation

Die Zirkulationssteuerung kann entweder in die Pumpe integriert oder in einem zusätzlichen Gerät untergebracht sein. Letzteres lässt sich mit wenigen Handgriffen zwischen Zirkulationspumpe und Stromnetz installieren. Sind die Temperaturfühler an den entsprechenden Stellen der Warmwasserverteilung angebracht, ist die Montage abgeschlossen. Da ein Eingriff in die vorhandene Wasserinstallation dabei nicht erforderlich ist, eignen sich die Geräte für neue und bestehende Gebäude unterschiedlichster Art.

Vorteile der Zirkulationssteuerung im Überblick

Die Steuerung von Zirkulationspumpen beugt der Vermehrung von Keimen und Bakterien bestmöglich vor. Sie gewährleistet einen hohen Komfort, in dem sie das Trinkwasser in der Anlage bei Bedarf zirkulieren lässt. Öffnen Verbraucher einen Wasserhahn im Haus, müssen sie also nie lange auf das warme Wasser warten. Indem die Zirkulationssteuerung den Zwangsumlauf zu Nichtnutzungszeiten abschaltet, spart sie darüber hinaus auch viel Energie. Denn während Pumpen dabei weniger Strom verbrauchen, geht über die Verteilung weniger Wärme verloren. In Folge dessen sinken die Heiz- und Stromkosten im Haus.